Art Of Love Teleskop-Dildo

Mechanischer Prop fürs Sextoy-Labor

Julia Morf brauchte für den Film später noch einen Dildo, welcher teleskopisch grösser und kleiner gemacht werden musste.


Zunächst dachte ich – es war praktisch kein Budget dafür da – einfach einen pneumatischen Zylinder einzubauen, das hätte keinen solchen Riesenaufwand bedeutet.


Dann erfuhr ich, dass der Dreh dieser Szene in London stattfinden sollte – d.h. ich konnte nichts reparieren, wenn etwas aussteigen sollte, zudem war nicht daran zu denken, einen Kompressor mitzuschicken. (Mich natürlich schon gar nicht!)

Also baute ich eine komplizierte Mechanik mit einem kleinen Getriebemotr von Maxon und einer M8-Gewindestange. Dazu drehte ich eine Teflon-Mutter welche die Eichel (aus Aluminium gedreht und poliert) raus- und wieder reinschob. 

Julia hatte mir bereits zu Anfang diese Knittertülle gegeben, welche von einem Oeltrichter stammte. Ich fand das alles wunderbar lächerlich. 

Aus einem alten Haarföhn gestaltete ich das äusserst stilvolle Gehäuse des Geräts. Dass ich es rosa spritzte war sicher ok, nur wurde alles dann von Julia noch golden gesprüht.. Es wurde ein richtiger Albtraum!


Auch hier: Ein verschwindend kleines Budget, auch wegen der Coronaseuche. Das Ding musste trotzdem zuverlässig funktionieren, der Dreh war dann in Zürich, aber ich konnte nicht dabei sein.


Genau als ich das Ding in der Werkstatt filmte – kam am Radio

Janis Joplin Try (Just A Little Bit Harder)

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