Möbel Pfister Halloween Prank 2017

Versteckte Kamera im Möbelhaus an Halloween

Oktober 2017 musste ich für Inhalt und Form Werbeagentur helfen, an Halloween Kunden von Möbel Pfister zu erschrecken.


Die Werber hatten einige Ideen, die umgesetzt werden sollten – zudem hatten sie, wie ich auch, Prank-Filme mit Genuss angeschaut.


Dass der Verkäufer anfangs im Schrank verschwand und die Horrorkralle der Frau unterm Bett, welche die unschuldigen Füsse packen sollte, waren bereits besprochen.


Selber versuchte ich mir, wie immer, einige gespenstische Bewegungen vorzustellen, die mich auch erschrecken könnten… Da in dem Laden um jedes Möbel herum ohnehin wohnliche Accessoires angeordnet waren, hatten wir nicht allzu schweres Spiel. 

Im Brockenhaus kaufte ich mir einige Bücher, unauffällige Klassiker. In ein paar Bände schnitzte ich Platz für einen Druckluftzylinder, der einige Bücher umwerfen konnte. Einen zweiten Zylinder baute ich in ein grösseres Buch ein, wovon ein dünner Nylonfaden durch das darüberliegende hindurch ging und durch Zug das Buch unsichtbar öffnen konnte.


Die Vasen mit dürren Ästen: Eine stand simpel auf einem kleinen Drehtisch, womit man sie langsam und schneller drehen lassen konnte. Die zweite war ein hölzerner Fund aus dem Brockenhaus, wo hinein wir viele Löcher bohrten – im wunderbaren Designobjekt getarnt, konnte dort eine Gopro-Kamera hinausblicken. 

Den weiteren Ast, woran Dutzende Glühbirnen hingen, fand ich als Designlampe im Laden nebenan hängen. Bei uns montiert zog ein weiterer dünner Nylonfaden gekoppelt an einen Motor den Ast leise hin und her, so dass die Glühbirnen klimpern konnten.


Der Riesenrüttler, von uns unterm Bettrost verschraubt, konnte eine gesamte Familie aufs mal schütteln… Das machte mir sehr Spass, das Ding. Der asiatische Herr war da fast ein Spielverderber: Anstatt zu erschrecken genoss er das Rütteln einfach als selbstverständlich…


Die Kopfvase wurde mit einem weiteren Druckluftzylinder versehen. Vor jedem neuen Versuch füllte ich die Schoggistängeli ein, welche dann im psychologisch hoffentlich richtigen Moment plötzlich rauskatapultiert wurden.


Catherine Heeb unterm Bett musste trachten, einen Fuss möglichst dann zu erwischen, wenn die Armen oben schon gerade ausreichend verängstigt waren..


Ein paar Gopros waren versteckt, eine schaute von oben her über die ganze Szene – damit wir in unserem Versteck sehen konnten, was die Leute gerade taten. So konnten wir versuchen, den inszenierten Schrecken möglichst hoch zu halten.. Mit unterschiedlichem Erfolg.


Nach jedem Auftritt mussten wir rasch alles wieder auf Anfang bringen: Schöggeli einfüllen, Bücher aufstellen, Schranktür schliessen etc. (Beim Schrank konnte der Verkäufer einfach durch die fehlende Rückwand in die nächste Koje verschwinden und dann später (mit frisch montierten Drakulazähnen) wieder bei den verdutzten Kunden erscheinen.)


Ein Druckluftkompressor war etwa in 30 m Entfernung stationiert, ohnehin ein Flüsterkompressor. Die Druckluft- und Stromleitungen waren unter Teppichen versteckt. Catherine lag die meiste Zeit unterm Bett – es kam vor, dass ein Kunde die Matratze hob, um den Rost zu besehen. Dann stand er verblüfft angesichts der jungen Frau unterm Bett da.. Wir legten sogleich eine undurchsichtige Zwischendecke über den Rost. Welche dann vom nächsten prüfenden Kunden wieder hochgehoben wurde. Also klebten wir die Decke fest..


Manche Kunden weigerten sich, im Film vorzukommen, da war nichts zu machen. Die nun sichtbaren Protagonisten waren positiv beeindruckt, gaben also ihre Bewilligung.

(Die Familie, deren Kinder gleich aufs Bett sprangen, gefiel mir sehr… Unbefangen liessen sie sich auf die Geschichte ein..)


Lorenz Bohler machte Regie, Atila Ulcay die zweite Kamera und Julian Joseph den Ton.

Mein Assistent war Niklaus Rüegg und unterm Bett lag Catherine Heeb.


Wir sassen in einer Nebenkoje, welche mit Vorhängen zugehängt war und versuchten, die Gegenstände rechtzeitig zum Leben zu erwecken.

Die Kameraleute waren in einer anderen Koje und Gopros filmten alles festinstalliert..


https://www.seilers-werbeblog.ch/pfister-halloween-special/


https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Inhalt-und-Form-Pfister-ueberrascht-seine-Kunden--fuer-ein-Halloween-Special-162284

Niklaus Rüegg, Catherine Heeb

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