Novartis 2018

Novartis-Event Basel

Kurzfristig musste für ein Novartis-Kadermeeting in Basel, das Oslo Studios organisierte, eine Installation geplant und gebaut werden. Es sollten Glühbirnen in der Art einer alten Kino-Reklame angeordnet werden, die analog zur Geschwindigkeit von zwei Fahrrädern aufleuchten sollen, entsprechend des Elans der Leute.

 

Je schneller man tritt – desto höher sollten die leuchtenden Lampenreihen hochgehen.

 

Die zwei stationären Liegeräder existierten bereits (Party Manual 2006 an der Gessnerallee erstmals im Einsatz). An die Generatoren der Räder wurden Geber angebracht, welche die Drehzahl an die Steuerung abgeben konnten. Die Steuerung zählte die Umdrehungen und aktivierte entsprechend Relais, welche dann die 220V-LED-Glühlampen einschalteten. 

Dann kam der Wunsch auf, zusätzlich Ventilatoren laufen zu lassen, sobald eins der Kadermitglieder zu strampeln begann. Weils ja Sommer war und heiss… 


Die zwei Scheiben im Hintergrund drehen sich analog der Generatordrehzahl direkt mit dem erzeugten Strom.

 

Am Anfang war bloss die Rede von etwa 20 Glühbirnen. Weil es dann aber plötzlich 207 Glühbirnen wurden – geriet alles ein bisschen aus dem Ruder. Wir mussten Zwischenrelais einschalten, da die kleinen Relais der Steuerung nicht für solche Schaltströme eingerichtet waren, sich also verschweissten - dann blieben Teile der Installation erleuchtet. Die Ventilatoren brauchten sowieso zwei eigene Hochstrom-Relais.

Für Tests blieb keine Zeit - die Probleme mit den Relais zeigten sich in der letzten Nacht vor dem Event.

 

Mein letzter Arbeitstag dauerte von 8 Uhr früh bis anderntags um 10 Uhr, währenddessen ich zweimal von Zürich nach Basel und zurück fuhr.. Die Erhöhung der Glühbirnenmenge wurde erst im letzten Moment gewünscht, so blieb kaum Zeit für nichts.. 

Ich musste die verschiedensten Lieferanten beknien, dass sie mir Expresslieferungen zusagten, online vorausbezahlt - und in die entferntesten Baumärkte fahren.

 

Dass alle an der Installation Freude hatten, hilft ein wenig darüber hinweg, dass es trotz Novartis als Endkunden am Schluss für mich eher ein Verlustgeschäft war. 


Bei all den elektronischen und elektrischen Problemen stand mir David Stolz von Binarium zuverlässig zur Seite  - ohne ihn hätte ich es nicht geschafft! Steuerungskonzept, Programmierung und -bau sind von ihm.

valentin.oerlikon@bluewin.ch

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