Vulkaro - Kunst im Kühlschrank 2001

Kühlschrankkunst 2 am neuen Verkaufsort

Kaspar Weilenmann fragte mich wieder, ob ich einen Kühlschrank mit Kunst bespielen wolle..

Da ich zu der Zeit gerade viel mit Besteck hantierte, wollte ich eine Art Reusenfalle im Kühlschrank einrichten. Die Gabeln mit ihren Zinken so gerichtet, dass man zwar hätte reinfassen können, um zum Kuchen zu gelangen, aber nicht mehr unverletzt rausgekommen wäre.


Da der Kühlschrank dem Laden gehörte, also möglichst unbeschädigt bleiben sollte, schweisste ich Schraubenköpfe an die umgebogenen Löffelenden, so dass das Gitter scheinbar fest mit dem Kühlschrank verschraubt wirkte. 

Tatsächlich wars nur reingeklemmt. Das merkte aber niemand, so blieb der Kuchen unangetastet.

Das Gitter auch, es hängt jetzt an einem Fenster der Werkstatt.


Damals war Vulkaro gleich zwischen Schiffbau und dem Restaurant «Les Halles» in einem alten Industriegebäude.


Das führte dazu, dass Christoph Gysi mit mir ins Gespräch geriet. Ich erzählte ihm von den Besteckstühlen. Er schlug mir vor, welche in sein Restaurant zu stellen, wo sie verkauft werden könnten. Mir gefiel die Idee sehr gut: Den ersten Besteckstuhl hatte ich gebaut, ohne zu denken, er wäre als Sitzmöbel tauglich. Seitdem, muss ich gestehen, sitze ich aber auf so einem täglich am Tisch, Gäste setzen sich auch automatisch drauf, Klagen höre ich keine.


Aber der harte Dienst in einem Restaurant – das war eine ganz andere Herausforderung. Ich baute also zwei Stühle, brachte sie ins «Les Halles» wo sie dann ein bis zwei Jahre standen. 

Kaufen tat niemand einen dort, aber dass sie beide sich als Beizen-Stühle bewährten, darauf bin ich heute noch stolz.

Siehe: Besteckstuhl

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